Die Küste und das Hochland Mexikos

Von Mazatlan am Pazifik in die Hauptstadt Mexiko-Stadt

Letzte Etappe 2014 im zweiten Jahr meiner Radtour um die Welt.
Ab: 29.10.2014, Mazatlan an der Pazifikküste, An: 17.11.2014, Mexiko-Stadt
Abflug  22.11.2014, via Toronto, Ankunft in Wien am 24.11.2014
25 Tage, 1.020 km mit dem Fahrrad, (weitere 400 km mit Autobussen)

Durango, Straßenfest

Durango, Straßenfest

Gesamt 2014:  200 Tage, 17.400 km
Staaten: Sinaloa, Durango, Zacatecas, San Luis Potosi, Guanajuato, Queretaro, Hidalgo, Mèxico D.F.
Route: Mazatlan nach Mexiko-Stadt, davon 3 Teilstücke mit Autobussen
Fahrstrecke: Mazatlan am Pazifischen Ozean – Palmito in der Sierra Madre Occidental (Fahrrad), Palmito – Durango (Bus), Durango – Fresnillo (Fahrrad), Fresnillo – Zacatecas – San Luis Potosi (Bus), San Luis Potosi – Leon – Queretaro – Mexiko-Stadt (Fahrrad).

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Zacatecas, Weltkulturerbe

Streckenprofil: Flach in der Küstenebene bei Mazatlan. Darauf stetig bis Palmito auf etwa 2.000 Meter ansteigend. Gebirgig bis Durango. Hügelig die Hochebene Zentralmexikos, Höhenlage zwischen 1.500 m und 2.500 m. Flach das letzte Teilstück im Tal um Mexiko-Stadt

Wetter: Weitgehend trocken. Ein Tief über dem Pazifik bringt eine Woche lang Wolken und Wind für das Festland. Mehrere Tage ist es stark bewölkt bis bedeckt mit leichten Nieselregen. In Mexiko-Stadt nachmittsgs regelmäßig leichter Regen.

Highlights:

Zahllose Schmetterlinge im Übergangsbereich von Küstenebene und Gebirge. Zu Halloween eine nächtliche Sondervorstellung von „Spiel mir das Lied vom Tod“ in der Westernstadt bei Durango. Straßenfeste in Durango und San Luis Potosi. Mehrere geschichtlich bedeutende, von den Spaniern gegründete Städte, mit prächtigen Kirchen und Palästen aus Silberboomzeiten. Guanajuato,  Zacatecas und die Altstadt von Mexiko-Stadt sind Weltkulturerbe mit zahlreichen sehenswerten Museen.

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Mexiko-Stadt, Museo Mural Diego Rivera, Wandbild von Diego Rivera

Land und Menschen: Ein Land im Umbruch. Erdbebengefährdet. Soziale Spannungen. Offen wird über Korruption bis in höchste Regierungskreise gesprochen. Anlass jüngster und gewalttätiger Demonstrationen ist die Entführung und Errmordung von 48 Studenten. Straßenschlachten in Mexiko-Stadt, die Zahl schwerbewaffneter Polizisten in den Städten und auf Überlandstraßen ist beängstigend.

Zu Mexiko gab es keinen Mangel an Vorwarnungen: Keinesfalls in der Dunkelheit oder in der Nacht radeln, nirgendwo frei campen, nur belebte Straßen benützen, keinem Fremden vertrauen, am allerwenigsten der Polizei. Die Warnungen kamen nicht von Ungefähr, sondern von Einheimischen. Ich nahm die Warnungen ernst und fuhr gut damit. Wenngleich ich fallweise notgedrungen in Dunkelheit radlelte und frei campierte, einsame Straßen benützte, zahllose Unbekannte um Rat fragte. Und der Polizei vertraute.

Endpunkt der zweiten Jahresetappe ist Mexiko-Stadt. Ungeplant, weil zu groß, zu chaotisch, zu gefährlich. Aber mit passablen Flugverbindungen nach Europa. Voraussichtlich werde ich die Jahresetappe 2015 dort starten, wo ich 2014 nicht hin wollte: Im Juli am Flughafen von Mexiko-Stadt.

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