3. Etappe, 2015/16

Plan zur 3. Etappe, 2015/16

Lovington, New Mexico, 31.07.2015

Keine Vorausschau ohne einen kurzen Rückblick. Zwei Streckenabschnitte liegen hinter mir. So auch der erste Teil der dritten Etappe.

  1. Etappe 2013, 14.000 km, 6 Monate. Von Wutschein in Kärnten nach New Orleans in Louisiana. Mittel-, Süd- und Westeuropa mit England und Irland, Osten Nordamerikas mit Kanada und USA.
  2. Etappe 2014, 17.400 km, 8 Monate. Im Westen Nordamerikas. Von New Orleans zum Death Valley, durch die Rocky Mountains zur Westküste Kanadas, mit Fähren nach Alaska, nach Süden auf Alaska und Cassiar Highway und auf Vancouver Island durch den Westen Kanadas, entlang der amerikanischen Pazifikküste und durch die Halbwüste der mexikanischen Halbinsel Baja California, durch das Hochland Mexikos nach Mexiko-Stadt

Abweichend vom ursprünglichen Plan startete ich Mitte Juni 2015 zur dritten Etappe meiner Radtour um die Welt nicht in Mexiko-Stadt, sondern im kanadischen Toronto. Untrainiert und übergewichtig wollte ich einige Kilometer in gemäßigten Zonen radeln, bevor ich die schwierigeren, weil tropisch heißen und bergigen Strecken in Zentral- und Südamerika fahre. Und wegen der winterlichen Temperaturen nicht zu früh im Süden Südamerikas sein will. Übersehe dabei allerdings, dass es im Juli und August im Mittleren Westen Amerikas unangenehm heiß ist.

4.100 km von Toronto in Kanada nach Lovington im Osten New Mexicos waren kein Honigschlecken. Stark schwankende Temperaturen, jahreszeitlich ungewöhnlich viel Niederschlag, eine Hitzewelle im Mittleren Westen, zahlreiche Straßensperren wegen großräumiger Überflutungen. Weil es zum Radfahren im Osten Mexikos im August zu heiß ist, gönne ich meinem Fahrrad eine Pause und miete ein Auto, um einige amerikanische Nationalparks zu besuchen.

In Nord- und Südamerika bin ich bereits Rad gefahren bin, in Mittelamerika – Mexiko ausgenommen – noch nie. Weil ich für Mittelamerika keine und für Südamerika nur eine grobe Vorstellung habe, was mich dort erwartet, erstelle ich keine ausgefeilten Reisepläne.

Ende August setze ich mich in Lovington wieder aufs Rad, fahre durch Texas nach Mexiko, dort entlang der karibischen Küste und quere die Halbinsel Yukatan.

Planlos bin ich für die „kleinen“ zentralamerikanischen Staaten. Welche Route ich wähle, mache ich von der „Sicherheit“ im jeweiligen Land abhängig.

In Südamerika folge ich im Wesentlichen der Panamericana, von Cartagena in Kolumbien bis Feuerland im Süden Argentiniens. Fallweise entlang der Pazifikküste, fallweise durch das Hochgebirge der Anden. Wenn möglich, will ich den Uyuni See, höchstgelegenen Salzsee der Erde, auf dem Fahrad queren. Selbstverständlich auch Atacama, die trockenste Wüste der Welt, nochmals fahren.

Ob ich im Anschluss an Südamerika einige Wochen in Neuseeland radle, lasse ich noch offen.

Für die 3. Etappe veranschlage ich etwa 10 Monate und rund 20.000 km. Rückkehr nach Österreich im April oder Mai 2016.